5. Oktober 2026

Dart Regeln 501: Double Out, Überworfen und wer anfängt

Bei 501 startet jeder Spieler mit 501 Punkten, wirft pro Aufnahme drei Pfeile und zieht die geworfenen Punkte von seinem Rest ab. Wer zuerst exakt auf null kommt und dabei mit dem letzten Pfeil ein Doppelfeld oder das Bullseye trifft, gewinnt das Leg.

Das ist die ganze Grundregel. Gestritten wird am Board aber fast nie über die Grundregel, sondern über die Ränder: Zählt der Pfeil, der rausgefallen ist? Was passiert bei Rest 1? Darf der Verlierer des letzten Legs anfangen? Genau diese Fälle klärt dieser Artikel — mit den Regeln, wie sie im Steeldart bei PDC, Verbänden und in Vereinen gelten.

Die Grundregeln von 501 in fünf Punkten

  • Start: Beide Spieler beginnen bei 501. Gespielt wird abwechselnd, eine Aufnahme sind bis zu drei Pfeile.
  • Wertung: Einfachfeld zählt die Zahl, der äußere schmale Ring (Doppel) zählt doppelt, der innere Ring (Triple) dreifach. Das grüne Bull zählt 25, das rote Bullseye 50.
  • Abziehen: Die Summe der Aufnahme wird vom Rest abgezogen. Die höchste Aufnahme ist 180 (dreimal Triple-20).
  • Double Out: Der letzte Pfeil muss ein Doppel treffen. Das Bullseye gilt als Doppel-25 und darf deshalb ebenfalls finishen.
  • Sieg: Wer exakt null erreicht, gewinnt das Leg. Mehrere Legs ergeben ein Match oder einen Satz.

Ein perfektes Leg dauert neun Pfeile, der berühmte Neun-Darter — zum Beispiel 180, 180 und dann 141 über T20, T19, D12. Im Alltag braucht ein Kneipenspieler eher 30 bis 45 Pfeile pro Leg, und das ist völlig normal.

Überworfen: wann eine Aufnahme nicht zählt

Die wichtigste Sonderregel heißt Überwerfen (englisch Bust). Eine Aufnahme ist überworfen, wenn einer dieser drei Fälle eintritt:

  • Du kommst unter null. Rest 40, du triffst 20 und dann 25 — überworfen.
  • Du landest auf genau 1. Mit einem Punkt kann man kein Doppel mehr treffen, der Rest ist tot.
  • Du erreichst null ohne Doppel. Rest 20, du triffst die einfache 20 — überworfen.

Die Folge ist immer gleich: Die komplette Aufnahme wird gestrichen, auch die Pfeile davor, die eigentlich gut lagen. Dein Rest springt auf den Stand vor der Aufnahme zurück, und der Gegner ist dran. Hast du dich mit dem ersten Pfeil überworfen, wirfst du die anderen beiden nicht mehr.

Genau deshalb plant man den Rest. Wer 32 stehen hat und die Doppel-16 knapp verfehlt, steht mit einfacher 16 auf 16 — immer noch ein Doppel (D8). Wer dagegen 3 Rest hat, muss erst die 1 werfen, um auf 2 (D1) zu kommen. Welcher Weg bei welchem Rest der sicherste ist, zeigt die Checkout Tabelle; für die Lieblingsdoppel gibt es eigene Seiten zu Rest 40 (D20) und Rest 32 (D16).

Höchstes Finish und Restzahlen ohne Checkout

Das höchste mögliche Finish ist 170: T20, T20, Bullseye. Darüber geht nichts mehr in einer Aufnahme. Aber auch unterhalb von 170 gibt es Reste, die sich mit drei Pfeilen nicht auschecken lassen: 169, 168, 166, 165, 163, 162 und 159. Man nennt sie Bogey-Zahlen.

Wer auf 159 stehen bleibt, braucht also mindestens zwei Aufnahmen. Darum stellen gute Spieler schon bei 220 oder 200 Rest bewusst so, dass sie nicht auf einer dieser Zahlen landen. Warum gerade 159 nicht geht, wird auf der Seite zum Checkout 159 vorgerechnet; das Maximum zeigt der 170 Checkout.

Wer fängt an? Ausbullen, Legs und Sets

Ausbullen: Vor dem Match wirft jeder Spieler einen Pfeil aufs Bull. Wer näher an der Mitte liegt, beginnt das erste Leg. Liegen beide gleich — zum Beispiel beide im Bullseye — wird wiederholt.

Danach wird abgewechselt. Der Anwurf geht Leg für Leg hin und her, egal wer das vorige Leg gewonnen hat. Die beliebte Kneipenregel „Verlierer fängt an" ist eine Hausregel, keine offizielle. Wer anfängt, hat einen echten Vorteil, deshalb heißt es in der Fachsprache auch: Ein Break ist ein Leg, das man gegen den Anwurf des Gegners gewinnt.

Legs und Sets: Ein Leg ist ein Spiel von 501 auf null. Die meisten Turniere werden im Legmodus gespielt, etwa „first to 6" — wer zuerst sechs Legs hat, gewinnt. Bei der PDC-Weltmeisterschaft, die jedes Jahr ab Mitte Dezember im Ally Pally läuft, gilt dagegen der Satzmodus: Ein Satz geht an den, der zuerst drei Legs gewinnt, und auch der Anwurf der Sätze wechselt. Wer die WM im Fernsehen schaut, versteht mit diesen zwei Begriffen schon fast jede Einblendung.

Was am Board gilt: Pfeile, Abwurflinie, Varianten

  • Nur steckende Pfeile zählen. Fällt ein Pfeil heraus oder prallt ab, bevor du ihn ziehst, zählt er null — und er wird nicht nachgeworfen.
  • Abwurflinie: Die Fußspitzen bleiben hinter der Oche. Vorlehnen ist erlaubt, drüber treten nicht. Der Abstand beträgt 2,37 m, die Bull-Mitte hängt auf 1,73 m — wie du das sauber misst, steht in Dartscheibe Höhe und Abstand.
  • Wertung erst nach dem Ziehen. Der Spielstand wird festgehalten, bevor die Pfeile aus der Scheibe kommen. Was nicht mehr steckt, kann nicht mehr reklamiert werden.

Daneben gibt es Varianten, die vor allem im Hobby- und E-Dart-Bereich vorkommen:

  • Single Out (Straight Out): Jedes Feld darf finishen. Einsteigerfreundlich, aber nicht wettkampftauglich.
  • Master Out: Finish auf Doppel oder Triple. In vielen E-Dart-Ligen verbreitet.
  • Double In: Gezählt wird erst, sobald ein Doppel getroffen ist. Klassisch bei 301.

Vor dem ersten Pfeil kurz klären, was gilt, spart den Streit beim Checkout.

Regeln kennen ist das eine — zählen das andere

Am Board scheitert 501 selten an den Regeln, sondern am Kopfrechnen nach der dritten Runde. Hier hilft Chalkie, der kostenlose Dart Zähler: Du tippst die Summe der Aufnahme ein, die App zieht ab, erkennt überworfene Aufnahmen und setzt den Rest automatisch zurück. Einstellbar sind 501, 301, 701 und Cricket, Double Out oder Straight Out und „first to" beliebig viele Legs. Bei jedem Rest schlägt Chalkie einen Checkout vor, zeigt den 3-Dart-Average live, läuft offline und kommt ohne Werbung aus.

Ohne Installation geht es mit dem Dart Zähler online direkt im Browser. Und wer wissen will, wo er mit seinem Spiel steht: Der Dart Average Rechner rechnet es aus. In der Kneipe sind 30 bis 50 normal, im Verein 60 bis 80, Profis spielen 95 und mehr. Wie man dort hinkommt, steht in Dart Average verbessern, und alle Finishes für die Wand gibt es als Checkout Tabelle zum Ausdrucken.

Kurz zusammengefasst

501 runter auf exakt null, letzter Pfeil ins Doppel oder Bullseye. Unter null, Rest 1 oder null ohne Doppel: Aufnahme überworfen, alles zurück. Ausbullen entscheidet das erste Leg, danach wechselt der Anwurf.

Chalkie gibt es gratis im App Store und bei Google Play — Regeln einstellen, Pfeile werfen, das Rechnen übernimmt die App.

Häufige Fragen

Was bedeutet Double Out beim Dart?

Double Out heißt, dass der letzte Pfeil eines Legs in einem Doppelfeld landen muss, also im äußeren schmalen Ring. Das Bullseye zählt als Doppel-25 und darf ebenfalls finishen. Wer null ohne Doppel erreicht, hat sich überworfen.

Wann ist man beim Dart überworfen?

Wenn du unter null kommst, auf genau 1 Rest landest oder null ohne Doppel erreichst. Dann zählt die ganze Aufnahme nicht, auch die Pfeile davor, und dein Rest springt auf den Stand vor der Aufnahme zurück.

Wer fängt beim Dart an?

Vor dem Match wird ausgebullt: Jeder wirft einen Pfeil aufs Bull, wer näher an der Mitte liegt, beginnt das erste Leg. Danach wechselt der Anwurf jedes Leg, unabhängig davon, wer gewonnen hat. „Verlierer fängt an" ist nur eine Hausregel.

Was ist das höchste Finish bei 501?

170, geworfen als Triple-20, Triple-20, Bullseye. Unter 170 lassen sich die Reste 169, 168, 166, 165, 163, 162 und 159 nicht mit drei Pfeilen auschecken.

Zählt ein Pfeil, der aus der Scheibe fällt?

Nein. Im Steeldart zählen nur Pfeile, die beim Ziehen noch in der Scheibe stecken. Abpraller und herausgefallene Pfeile zählen null und werden nicht nachgeworfen.